Schnitzeltestessen III/2013 im Insulaner in Aachen

Einmal im Monat stellt sich eine Gruppe unerschrockener Twitterer der Herausforderung eines Testessens. Waren es im letzten Jahr noch Burger, so ist 2013 das Jahr der Schnitzeltestessen. Auch wenn das passende Hashtag #steAC sich eher wie Steak liest 😉 . Initiatorin @missmarple76 startet regelmäßig ein Doodle zur Terminfindung und sagt darin an, in welches Etablissement es gehen wird. Diesen Monat schaffte ich es dann auch zum Termin und fand mich also letzten Donnerstag pünktlich um 20.00 Uhr im Insulaner ein.

Schnitzeltestessen #steAC III/2013 Insulander AachenEin wenig Heimatgefühl stellte sich ein, denn ich war zuvor zwar noch nie im Insulaner, habe aber einige Zeit auf der anderen Seite des Neumarktes im Frankenberger Viertel gearbeitet, kenne die Gegend also gut. Rund 17 (?) Twitterer und Begleitpersonen (gell, Lutz? 😉 ) waren dem Aufruf gefolgt und da sind wir schon beim ersten Problem. Trotz Reservierung für 18 Gäste gab es nur zwei Teilbereiche in L-Form. Selbst nach unserem Einsatz und der daraus entstandenen U-Form, war das Ganze Szenario eher wenig kommunikativ und förderte die Grüppchenbildung. Einige Teilnehmer tauschten daher zwischendurch sogar die Plätze, um sich mit anderen Twitterern unterhalten zu können.

In Sachen Unterhaltung kommen wir zum zweiten Manko: es war viel zu laut. Aufgrund der Häufigkeit ein fast schon peinliches Nachfragen nach dem Letztgesagten des Gegenüber war somit ebenfalls an der Tagesordnung. Letztendlich konnte dies meinen positiven Eindruck der Anwesenden jedoch nicht schmälern. Ich saß mit @missmarple76 und @Symbologisto zusammen. Ebenfalls in Reichweite waren noch @URonnenberg und der „King“ (Mann) von der @queenofwhatever. Allesamt sehr sympathische Zeitgenossen, die den Abend sehr kurzweilig werden ließen.

Es gab sogar Essen cialis site officiel. Dem Namen der Veranstaltung nach natürlich Schnitzel. Hier hatte man grundsätzlich die Wahl zwischen Schwein und Geflügel. Als Variationen hat das Insulaner neben der Wiener Art mit Zitrone noch Schnitzel mit Rahmsauce, die auch in Erweiterung mit Champignons, Pfefferrahmsauce mit Weinbrand, Sauce Béarnaise, Zigeunersauce und Paprikarahmsauce im Angebot. Ich entschied mich für die Pfefferrahm-Variante und wählte aus den Beilagen die Bratkartoffeln. Dazu gab es noch einen kleinen gemischten Salat. Preis: 9,50 Euro.

Beilagen sind auf jeden Fall eine Stärke des Insulaner-Küchenteams. Die Bratkartoffeln haben gut geschmeckt und von den anderen „Mitessern“ hörte ich auch über knusprigen Pommes des Hauses nur Gutes. Der Salat war auch gut, wenn mir auch leider etwas zu viel, so dass ich einen Teil zurückgehen lassen musste. Kommen wir zum Schnitzel. Ein Gericht, bei dem man eigentlich nicht viel falsch machen kann. Leider waren die Ränder der beiden panierten Fleischstücke doch recht hart. Dies hörte ich auch von anderen Schnitzeltestessern. Sonst war das Fleisch durchaus genießbar, die Pfefferrahmsauce sehr lecker, auch wenn ich den Weinbrand nicht so recht rausschmecken konnte.

Der Service war weitestgehend zufriedenstellend, auch wenn eine Dame meine Flasche Wasser umstieß und sich das Wasser über meinen auf dem Tisch liegenden Router verteilte. Und der vergessene Espresso wurde nach einer Erinnerung dann auch noch nachgeliefert. Als letztes Manko seien die Toiletten erwähnt. Zumindest auf der von mir besuchten Herrentoilette roch es eher wie auf dem Bahnhofsklo. Da konnten auch die lustigen Postkarten im Vorraum nichts dran ändern.

Insgesamt ist schwierig ein Fazit zu ziehen. Fällt man nicht mit einer Gruppe ein, erledigt sich das Problem der Sitzplatzkonfiguration. Das Essen an sich war gut, das (leider verrauchte) Ambiente muss man mögen. Dann lässt es sich in der Tat aushalten im Insulaner.

10 Gedanken zu „Schnitzeltestessen III/2013 im Insulaner in Aachen“

  1. Treffende Beschreibung des Abends! Ich mochte meine nähere Gesellschaft auch. 🙂 Der Insulaner war früher mal, unter dem aus Borkum stammenden Betreiber Franz Weniger, ein paar Jahre mein „zweites Wohnzimmer“ – im Vergleich zu der Zeit (80er Jahre) ist die Qualität des Essens leider sehr viel schlechter geworden. Und meine Klamotten haben gestunken, als gäb’s kein Rauchverbot…

    1. Auf den Rauch habe ich, ehrlich gesagt, gar nicht so geachtet, da meine damalige Frau, nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, fröhlich weitergeraucht hat. Gewohnheitssache.

  2. Ja, das bringt es in der Tat gut auf den Punkt:
    – geschmacklich war es gut – zumindest schienen mir die Saucen wirklich hausgemacht und die Fritten waren RICHTIG gut.
    – technisch mit Schwächen – die Schnitzelränder waren (wohl aufgrund der Frittiererei der Schnitzel) sehr hart
    – servicemäßig mit Schwächen – irgendwann gab’s kaum noch Kellnerinnenbesuche, es wurde kein Lappen nach dem serviceseitigen Routerbad gebracht, die Tischaufstellung war … äh … „zweifelhaft“ 😉 und bestellte Ketchüpper und Mayos wurden am Tisch vergessen – auf der Rechnung aber nicht…
    – ambientös zu laut und zu verraucht – trotz Nichtraucherreservierung und räumlicher Trennung der beiden Bereiche.
    – gesellschaftlich war mal wieder „nichts zu beanstanden“.^^
    Wir sind uns also einig. 🙂

  3. Ich fand mein erstes Schnitzeltestessen super. Die Toiletten konnte ich nicht besuchen, weil ich komplett eingebaut war (das U) … und der Räuchergeruch meiner Jacke erinnerte mich noch 2 Tage an den Abend. Aber im Insulaner selbst nichts gemerkt und dafür die nette Gesellschaft genossen. Stimme Deiner Zusammenfassung nur zu 🙂

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