Premiere: Marco im Apple Store

Ein wenig aufgeregt bin ich schon, als ich das Rhein Center in Köln Weiden erreiche. In diesem befindet sich im Obergeschoss der Apple Store. Es ist mein erster Besuch in einem offiziellen Store dieser Art und der Weg dahin war mehr als mühsam, ihm gingen diverse Telefonate mit Apple und eine Online-Terminvereinbarung auf der Internetseite von Apple voraus.

Eine Rolltreppenfahrt später befinde ich mich in der richtigen Etage und nähere mich fast schon ehrfürchtig dem Geschäft mit den großen weißen Buchstaben über dem Eingang. Dieser wird von einer Dame bewacht, die einen Stöpsel im Ohr hat, von dem ein Spiralkabel Richtung Rücken verläuft. Irre, das kenne ich aus dem Fernsehen. Scheinbar stellt der Secret Service weltweit Mitarbeiter zur Bewachung von Apple Stores ab. Zumindest wissen die Menschen mit den roten Shirts hier genauso gut Bescheid, denn als ich meinen Termin nennen, kann mir ein nerdig aussehender Typ nach einem Blick auf sein iPad sofort meinen Namen und den Grund meines Besuchs nennen. Ich bin zu früh, darf mich im Laden umsehen bis ich dran bin. Natürlich checke ich via foursquare ein, traue mich aber nicht, ein Foto zu machen. Ich hatte dazu im Netz mal etwas gelesen, die Mitarbeiter sind da eher „not amused“, und in Anbetracht der Secret Service-Übermacht spare ich mir diesen Part.

Ich warte an der „Genius Bar“, an der es aber unverständlicherweise keine Getränke gibt. Man verweist auf den nahegelegenen Star Bucks Laden nebenan. Ich bleibe dennoch sitzen. Dann kommt ein Mitarbeiter, fragt mich, ob ich Marco sei und es in Ordnung sei, wenn wir beim Du blieben. Nachdem ich dies bejahe, verfliegt seine Lockerheit und es folgt ein robotermäßiges „Hallo, mein Name ist [NamedesMitarbeiters], willkommen bei Apple. Was kann ich für dich tun?“ Diesen Satz höre ich während meines gesamten Aufenthalts mehrmals und es ist fast schon gespenstig.

Ich kann die Frage des Mitarbeiters allerdings nicht so ganz nachvollziehen, denn neben mir liegt mein iPhone mit „Spiderman-App“ auf der Theke. Mein Problem ist demnach offensichtlich. Natürlich antworte ich dennoch freundlich und schildere mein Problem, schließlich steht hinter meinem Gesprächspartner ganz zufällig einer dieser Stöpsel im Ohr tragenden, der mich seiner Statur nach locker in den ersten zwei Sekunden nach einem eventuellen Fehlverhalten meinerseits zu Boden ringen würde. Mein Problem wird zur Kenntnis genommen und dann geht alles ganz schnell: ich entscheide mich für den Austausch, darf mein iPhone aus der Hülle nehmen. Der Mitarbeiter nimmt mein Geld, verschwindet kurz und kehrt mit einem Austauschgerät zurück. Ich unterschreibe irgendetwas (keine Ahnung, was Apple mit meiner Seele vorhat) und der Mitarbeiter puhlt die SIM-Karte aus dem alten iPhone raus und in das neue rein. Dann soll ich das iPhone starten und das wars. Er bedankt sich mit einem weiteren auswendig gelernten Text für meinen Besuch und enteilt zum nächsten Ungläubigen, der eines der Geräte mit dem Apfellogo mutwillig zerstört hat. Vermutlich musste auch dieser seine Seele an Apple verkaufen.

Ich bleibe noch eine Weile sitzen und beobachte das „neue“ Gerät beim Wiederherstellen aus der iCloud. Interessanterweise bin ich direkt mit einem WLAN-Netz verbunden ohne ein Passwort einzugeben. Nachlässigkeit beim Secret Service Apple? Vermutlich nicht. Noch einmal werde ich angesprochen, ob etwas nicht in Ordnung sei. Ich berichte kurz von der Wiederherstellung und man lässt mich in Ruhe – allerdings nicht unbeobachtet. Und so flüchte ich direkt nach der Fertigstellung aus der Zweigstelle des Appleuniversums und starre zwischendurch in die iPhone 4-Kamera, da ich glaube, der Stöpsel tragende Mitarbeiter am Ausgang beobachtet mich weiterhin, so lange ich mich in der Reichweite seines Netzwerkes aufhalte. Und vermutlich auch darüber hinaus.

Kaum da, schon wieder weg!

Kaum ist er da, der neue Blog, da kehrt auch schon wieder Ruhe ein. Wenn auch nur auf unbestimmte Zeit. Der Grund ist ganz einfach: Neben der Tatsache, dass mein iPhone ja, wie berichtet, den Sittich gemacht hat, streikt nun auch mein Notebook.

Wer mich kennt, wird die Farce im letzten Quartal des letzten Jahres mitbekommen haben. Der Rechner fror nach kurzer Nutzung ein. Zum Jahreswechsel konnte ich alle Daten sichern und zerlegte den 17-Zöller aus dem Hause Samsung in alle Einzelteile. Nach einer gründlichen Reinigung aller Bauteile schraubte ich den rund 4 Jahre alten Kasten wieder zusammen und er … fror weiterhin fröhlich nach jeweils 5-minütiger Nutzung ein. Somit war ein technischer Defekt ausgeschlossen.

Es folgte ein Recovery aus der entsprechenden Partition auf der Festplatte, die aber auch schon einen Knacks wegzuhaben schien. Ein Laptop mit einem Windows Vista und weiterer Software auf dem Stand von Ende 2008 stand nun vor mir, aber immerhin fror das System nicht mehr ein. Das war auch gut so, denn nun zog er einige Tage lang geschätzt 300 Updates für Windows und all seine Rahmenprogramme.

In minimalster Konfiguration und nur mit den nötigsten Programmen nutzte ich den Rechner dann wieder bis er gestern Abend dann wieder einfror. Gestern Abend reichlich unmotiviert schaltete ich ihn wie gewohnt durch langes Drücken des Power-Schalters aus, um ihn heute wie auch schon die letzten Monate in Betrieb zu nehmen. Allerdings scheint nun die Platte endgültig hinüber zu sein, wie die Fehlermeldungen vermuten lassen und der Rechner friert so schnell ein, dass er über den Willkommen-Bildschirm nicht hinausgeht. Keine Zeit, um aktuelle Daten zu sichern.

Fazit:
Kein PC, keine Blogbeiträge.
Zumindest nicht so lang, bis sich eine brauchbare Lösung gefunden hat.
So stay tuned.

iPhone Display gebrochen – das Spinnennetz und die Möglichkeiten

Wie der ein oder andere Leser vielleicht schon mitbekommen hat, ist bei mir zum Jahresende der absolute Supergau eines jeden iPhone-Besitzers eingetreten: das berüchtigte Spinnennetz ziert nun mein Display!

iPhone 4 mit Spinnennetz auf dem DisplayDie Hartplastikhülle konnte nicht verhindern, dass mir mein iPhone 4 aus der Hand rutschte und wie ein Marmeladenbrot mit der Vorderseite auf den Asphalt knallte. Ein paar Flüche später erfolgte eine erste Bestandsaufnahme: das Smartphone aus dem Hause Apple verrichtete weiterhin wie gewohnt seinen Dienst, die Splitter in den Fingern hinderten aber selbst Hardcore-iPhone-Nutzer an der weiteren Bedienung.

Eilig durchforstete ich das Internet. Die gute Information: eine Reparatur ist möglich. Die schlechte Info: der horrende Preis. Willkommen in der Welt von Apple. Im Netz fanden sich Preise von 89 bis 199 Euro. Eine Kleinanzeige warb von privat mit 65 Euro. Ich ging in den Shop einer bekannten Reseller-Kette. Die aufgerufenen Kosten beliefen sich hier auf 139,- Euro. Die Erklärung des Mitarbeiters: das ganze Gerät muss zerlegt werden: Akku, Logicboard, alles raus. Der geklebte Home-Button auch. Dann die Scheibe tauschen und den ganzen Mist wieder zusammenbauen.

Sein Pro-Tipp: direkt zu Apple laufen, da denen der Aufwand angeblich zu hoch sei und man für nur 20 Euro mehr, also rund 160,- Euro, ein neues iPhone im Austausch bekommen würde. Das wollte ich genauer Wissen und rief bei Apple an. In Teilen wurde die Info bestätigt. Allerdings liegt es im Ermessen des Technikers, ob er noch repariert oder aber lieber direkt austauscht. Und: man bekommt kein neues iPhone, sondern ein neuwertiges Gerät. Refurbished nennt sich das. Immerhin sollen hier Gehäuse und Akku neu sein, dass Innenleben kann aber schon im Einsatz gewesen sein. Die Garantie verlängert sich natürlich nicht aufs Neue, man erhält bloß eine 90-Tage-Funktionsgarantie. Danach muss man mit dem Gerät leben, auch bei technischen Problemen. Oder man zahlt halt für eine Reparatur.

Zurück zu meinem iPhone. Nach dem Tipp des Apple-Mitarbeiters habe ich mir eine Schutzfolie besorgt, die nun erst einmal dafür sorgt, dass sich der Display nicht weiter zerlegt und meine Finger nicht so oft bluten. Für welchen Weg ich mich nun entscheide, habe ich mir noch nicht überlegt, zumal derzeit eigentlich kein „Spielgeld“ für derartige Ausgaben vorhanden ist. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn sich etwas tut.