Portugal – mein Reisebericht

Wie schon in meinem ersten Beitrag zum Handgepäck geschrieben, bin ich in meinem Leben, aber vor allen Dingen in den letzten Jahren nicht viel verreist. Der klassische Jahresurlaub ist mir fremd. Als Kind / Jugendlicher war ich wohl schon in so einigen europäischen Ländern, als Volljähriger war ich mal auf einem Kurztrip in Brasilien und das war es auch schon fast. Vor gut 10 Jahren war ich dann mit meiner damals kleinen Familie für 10 Tage in Spanien an einer Festlandküste und letztes Jahr dann 4 Tage auf einem Campingplatz in der Eifel. Die Fahrt von Nizza nach Lausanne zähle ich mal nicht als Urlaub, das war ein anstrengender Tagestrip.

portugal-01-2013-012Umso mehr hat es mich gefreut, als sich dieses Jahr die Möglichkeit bot, ein paar Tage in Portugal zu verweilen. Die Erwartungen an das Wetter waren nicht allzu hoch, schließlich ist im Januar auch in Portugal Winter. Gut, nicht der Winter, wie wir ihn hier kennen, aber auch nicht zu unterschätzen. Ich hatte wohl Glück, denn einen Tag vor meiner Ankunft wehte an der Küste ein heftiger Sturm, der Fahnen abriss, Bäume umknickte und landende Flugzeuge ganz schön durchgeschüttelt hätte. Meine Landung verlief dagegen sehr ruhig, auch wenn ich immer wieder erstaunt bin, wenn man erst einmal nur Wasser sieht, während der Flieger drastisch an Höhe verliert. Der Ryanair-Flug an sich war eh sehr interessant und lädt gerade dazu ein, ihn in einem separaten Beitrag zu erzählen.

Nach der Landung wurde ich abgeholt und es ging erst einmal an einen Strand. Nach etlichen Jahren stand ich mal wieder an einem Strand und schaute auf das Meer. Leider war es recht kalt und windig und so zog ich meinen Reißverschluss zu und wir gingen ein Stück den Strand auf und ab. Der Vorteil dieser Jahreszeit: die Gegend ist fast menschenleer. Das Wetter trug zudem dazu bei, dass wir bis auf wenige Einheimische und Touristen fast alleine waren. Danach ging es nach Sesmarias bei Albufeira in die Ferienanlage, die für die nächsten Tage mein Domizil darstellte. Auch hier war wenig los, fast ausschließlich deutschsprachige Rentner waren zum Überwintern eingekehrt.

portugal-01-2013-021Natürlich wurde die Küste der Algarve in den kommenden Tagen ausgiebig erkundet. Es ging schmale Pfade an den Klippen entlang und es gab viel zu sehen. Die Landschaft ist nicht nur beeindruckend, sondern verändert sich mit den Jahren auch. Das ist für mich alles gar nicht so recht in Worte zu fassen, weshalb ich auch über 800 Bilder gemacht habe. Ein Grund, warum der Beitrag erst so spät online geht, war das Aussortieren, denn so richtig trennen konnte ich mich von keinem Bild und bei 102 Stück Rest habe ich auch die Reißleine gezogen. Noch mehr wollte ich nicht aussortieren.

Neben Spaziergängen an den Klippen ging es auch nach Albufeira, dass mich mehrfach überraschte. Nicht nur die bunten Häuser im Hafen waren außergewöhnlich, auch der Aufzug zum Strand ließ mich staunen. Ebenso wie die an anderer Stelle wieder vom Strand wegführende Rolltreppe. Tja, man muss es den Touristen wohl so angenehm wie möglich machen. Wenn diese allerdings ausbleiben, ist auch der Leerstand zum Verkauf stehender Hotelklötze zu beobachten. Oder gar solche, die sich noch im Rohbau befinden, weil entweder die Genehmigung oder das Geld fehlte, um weiterzumachen. Nun fehlt es zum Abriss und so stehen sie jahrelang ungenutzt in der Landschaft und verschandeln diese.

portugal-01-2013-029Dennoch ist es ein, wenn ich das nach diesem einen Besuch überhaupt einschätzen kann, schönes Land, das wohl auch mehreren Leuten in meinem Bekanntenkreis zusagt. Sogar von Auswanderung nach Portugal wurde gesprochen, die Sprache aber als eines der Probleme genannt. Sie ist dem Spanischen wohl ähnlich, aber wird wesentlich „nuscheliger“ gesprochen, was das Ganze nicht einfacher macht. Der Vergleich Deutsch zu Niederländisch wurde mal gezogen. Gut, für mich kommt eine Auswanderung eh nicht in Frage, aber ein weiterer Besuch des Landes ist sicherlich nicht ausgeschlossen.

Frei nach dem Spruch „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.“ hier die Galerie mit den 102 Bildern aus Portugal:

Ich bin dann mal weg

Sollte es hier die kommenden Tage etwas ruhiger sein, liegt es daran, dass ich weg bin und das eh lahmende Notebook bewusst zu Hause lasse. Wie in meinem vorherigen Beitrag zum Thema Handgepäck erwähnt, wurde ich eingeladen. Es geht nach Portugal, wo zwar auch keine 30 Grad auf dem Thermometer stehen, dass Wetter aber definitiv angenehmer ist, als das, was man derzeit hier geboten bekommt. Vermutlich werden 9 Tage viel zu kurz sein, um die Kälte aus den Knochen zu vertreiben.

4-streifen-flugzeugUnd spannend wird halt die Fliegerei. Sonst macht mich so etwas nicht nervös, ich bin schon einige Male geflogen. Aber heute bin ich mit Ryan Air unterwegs. Der vermeintliche Trost einer Freundin: „Nee, wegen mangelndem Sprit sind die nicht mehr in der Presse. Jetzt sind es giftige Dämpfe im Cockpit.“ Dank Flight Simulator 98 bin ich bereit, den Vogel im Ernstfall zu fliegen, sollte die Crew ohnmächtig werden. Die Landungen waren in dem Spiel allerdings nicht so meine Stärke. Na ja, wird schon schiefgehen. Solange man mein neues Gepäckstück ohne Probleme als Handgepäck durchgehen lässt, sollte der Flug von Weeze nach Faro doch wohl eher Routine sein.