#marcokocht: Jambalaya

Wer meinen Beitrag zur Gemüsepfanne gelesen hat, wird sich erinnern, dass das Thema kochen für mich lange Neuland war. Das ist heute etwas besser und auch, wenn ich noch immer Rezepte brauche und ohne diese aufgeschmissen bin, haben sich ein paar weitere Gerichte ein mein Standardrepertoire geschlichen. Insgesamt habe ich zwar noch immer ein Timingproblem, stehe aber nicht mehr panisch wie angewurzelt neben dem Herd, sondern bin je nach Gericht und Gemütslage etwas entspannter geworden. Ich habe sogar so viel Spaß am Kochen entwickelt, dass ich mich von Zeit zu Zeit gerne einmal an neuen Gerichten versuche.

jambalaya1So rief ich in der letzten Woche via Twitter dazu auf, mir Lieblingsgerichte und die passenden Rezepte mitzuteilen. Davon wollte ich dann eines rauspicken, um es am Sonntag nachzukochen und darüber zu berichten. Leider war die Resonanz eher verhalten, aber die Vorschläge dafür wirklich gut. Ich entschied mich für etwas mit exotischem Namen: Jambalaya.

jambalaya2Nein, das ist kein neuer Klingeltonanbieter, sondern ein Paella-ähnliches Reisgericht, das allerlei Zutaten beinhaltet. Der Vorschlag dazu kam von Karin (Aachen geht essen) und sie verlinkte dass Rezept von Maja „Jambalaya mit Wurst, Huhn und Garnelen„, dass ich fast genauso versuchte umzusetzen. Also druckte ich mir den Blogbeitrag aus und übertrug die Zutaten in meine Einkaufslistenapp. Und schon begann das, was mich immer an den Rand der Verzweiflung treibt: das Einkaufen der Zutaten.

jambalaya3Im ersten Geschäft gab es dies nicht, im zweiten Laden das nicht und im dritten Supermarkt jenes nicht. Selleriestangen gab es nirgendwo, aber die waren ja zum Glück auch nur optional. Bei der Wurst musste ich auf klassische Bratwurst zurückgreifen, da es die Chorizo-Variante aus dem Rezept auch nirgendwo gab und die grobe Bratwurst als Alternative vorgeschlagen wurde. Auf der Suche nach dem geforderten Lorbeerblatt blieb mir nur der Kauf einer ganzen Tüte Lorbeerblätter übrig und ich hoffe, dass ich diese in meinem restlichen Leben noch verwerten kann.

jambalaya4Der Sonntag verlief dann wie auf Majas Seite beschrieben: viel Schnibbelei im Vorfeld (bei der Zwiebel liefen diesmal auch keine Tränen) und dann die Reihenfolge beim Anbraten und folgendem „IndenTopfschmeissen“ beachten und es läuft fast wie von selbst. Auch wenn ich anfangs ob der vielen Flüssigkeit etwas verwirrt und ob der kurzen Garzeit der Garnelen etwas skeptisch war, war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Zwar sah es nicht so schön aus, wie auf Majas Bildern, aber es schmeckte ganz vorzüglich. Der nächste Versuch wird allerdings mit den würzigeren Chorizos stattfinden, die ich mittlerweile auch in einem Rewe-Markt entdeckt habe.

Sehr empfehlenswert!