Belly Off 3 – #boff3 – Rückblick 12. Woche – Das Ende

Schnell noch mal dran ziehen wollen, einen Endspurt einlegen – das schrieben viele Teilnehmer vor einer Woche. Doch ehe man es sich versieht, sind sie um, die 12 Wochen des größten Blogger-Massenabnehm-Projekts Belly Off 3 oder #boff3, um es mal mit dem in allen Social-Media-Kanälen oft genutzten Hashtag zu sagen. Egal ob Twitter, Facebook oder Foursquare, überall war es zu lesen. Und das finde ich doch schon erstaunlich. Natürlich war abzusehen, dass nicht alle der anfänglichen Teilnehmer zwölf Wochen lang durchhalten würden. Doch ein harter Kern war immer mal mehr oder weniger motiviert dabei. Natürlich hatte ich auch so meine Phasen, doch letztendlich habe ich irgendwie durchgehalten und liefere hiermit, wenn auch mal wieder zu spät, meinen Beitrag ab, der gleichzeitig den Abschlussbericht des Projektes aus meiner Sicht darstellt. Was allerdings nicht bedeutet, dass es danach nicht weitergeht.

mcfit-geraeteDenn das ist eine der größten Erkenntnisse aus dem Projekt: Es ist gut! Es ist gut, seinen innereren Schweinehund zu überwinden. Es ist gut, den Allerwertesten von Couch hoch zu bekommen und sich zu bewegen. Nicht nur zum Kühlschrank, sondern so richtig. Es gut, sich Laufschuhe anzuziehen und einfach loszulaufen. Dabei kommt es nicht darauf an, morgen den New York Marathon zu laufen, sondern sich gut zu fühlen. Es ist gut, sich im Fitnessstudio ein bis zwei Stunden zu „quälen“. Nicht, um im Freibad besser posen zu können, sondern weil es gut für den Körper ist. Ich habe bereits jetzt durch die Stärkung der Muskulatur weniger Rückenprobleme, auch wenn ich die dazugehörende Übung hasse wie die Pest. Es ist sicherlich auch gut, darauf zu achten, was man so den ganzen Tag in sich reinstopft. Der neue Vollzeitjob macht es mal wieder deutlich. Man hechelt von Termin zu Termin und schiebt sich zwischendurch irgendeinen Fastfoodfraß zwischen Tür und Angel zwischen die Kiemen. Gesund ist das eher nicht, also ruhig mal darauf achten, was man über den Tag so zu sich nimmt.

Letztendlich sollen die Teilnehmer nun mit einem schönen Beitrag glänzen, in dem sie über ihre Erfolge berichten können. Hier nehme ich mich gerne zurück, denn meine Zahlen sind bei weitem nicht so beeindruckend wie die manch anderer Blogger. Da wurde Pfunde verloren wie wahnsinnig und die Leute können echt stolz darauf sein, was sie in dieser Zeit geschafft haben. Ich hoffe für sie, dass es auch nach dem Wettbewerb und ohne den „öffentlichen Druck“ gut weiterläuft. Meine Zahl wirkt dagegen fast schon popelig. Zur Erinnerung: mein Ursprungsgewicht vor dem Wettbewerb betrug in Spitzenzeiten rund 103 Kilo, welches ich bis zum Start der Aktion durch das Joggen und ein wenig Ernährungsumstellung schon auf unter 100 Kilogramm senken konnte. Das Startgewicht betrug also 96,7 kg. Bei 1,92 m gar nicht so ein schlechter Wert. Aber ich wollte einerseits näher an die 90 kg-Marke heran und andererseits diese 90 Kilo schlichtweg anders proportionieren. Es ging also vorrangig gar nicht um die Abnahme, sondern eher um eine Umverteilung.


Dafür ergatterte ich zum Start des Projekts glücklicherweise einen der Gutscheine von McFIT und konnte mich zusätzlich zum Laufen auch noch dreimal die Woche ins Studio begeben, um als Ausgleich das Krafttraining zu absolvieren. Nun darf man in diesem Zeitraum keine Wunder erwarten, ich startete bis ich den Gutschein in Händen hielt und krankheitsbedingt leider erst später mit dem Training, da waren, meine ich, bereits drei Wochen des Wettbewerbs Geschichte. Und nun sollte jedem klar sein, dass ich in den verbliebenen Wochen nicht vom Plauzenträger zum Jean-Claude-van-Damme-Double (zu seinen besten Zeiten) mutiert bin. Aber ich wurde tatsächlich schon auf die scheinbar kleiner gewordene Kugel angesprochen, die ich täglich vor mir hertrage. Und das ist doch schon mal ein großer Erfolg, oder?

Dafür danke ich vorrangig Mathias Winks alias MC Winkel alias Whudat, der diese Aktion ins Leben gerufen und die tollen Sponsoren wie XLS-Medical, McFIT und weitere an Land gezogen hat. Außerdem danke ich Jan Gleitsmann, der mich „herausgefordert“ und somit auf dieses Projekt aufmerksam gemacht hat, selber aber krankheitsbedingt nie eine Chance gegen mich hatte. 😉 Des Weiteren danke ich natürlich McFIT für den 3-Monats-Gutschein und im Speziellen meiner Lieblingstrainerin Melanie, die leider in Kürze das Studio verlassen wird, mir aber mit ihrer offenen, fröhlichen Art kombiniert mit dem entsprechenden Fachwissen die Skepsis zum Thema „Muckibude“ nahm. Einen besseren Einstieg in das Thema hätte es nicht geben können. Last but not least danke ich den anderen Teilnehmern der Aktion, von denen der ein oder andere auch schon mal einen motivierenden Kommentar unter den #boff3-Beiträgen hinterließ. Aktuell gibt es Abschlussbeiträge von folgenden Bloggern:

Antje -|- Dirk Olbertz -|- Dirk Steins -|- Gelrueb -|- Hucki -|- Ilovechaos -|- Julia McRed -|- Lomomo -|-  Mathis -|- Mocca -|- Nicole -|- Oliver -|- Rachel -|- Sebastian -|- Uli -|- Vera -|- Vorstadtprinzessin -|- Wasserstoffperoxid

Wie geht es nun weiter?

Ich weiß natürlich nicht, was die anderen so Teilnehmer vorhaben, aber ich werde weitermachen. Aktuell zeigt die Waage 92,4 Kilogramm an, ich habe also seit dem Projektstart 4,3 kg verloren. Eigentlich kein schlechter Wert, glatte 90 als Endresultat fände ich mit entsprechenden Proportionen wohl noch besser. Wie ich nun an die Sache herangehe, weiß ich allerdings noch nicht. Durch den späteren Start ist mein Gutschein noch einige Zeit gültig, eventuell werde ich ja noch zum normalen Mitglied. Und natürlich werde ich nun mit steigenden Temperaturen auch wieder mit dem Laufen anfangen, dass ich aufgrund der frostigen Grade einfach mal ausgesetzt hatte. Und da dies hier mein Blog ist, kann ich natürlich auch nach der Aktion weiterhin über das Thema berichten und euch mit Fotos schockieren. Also wäre es schön, wenn der ein oder andere neue Leser auch nach der Aktion immer mal wieder reinschaut oder einfach den Feed abonniert. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Die Kugel und der Sport

Bis ich 30 war, wog ich bei rund 1,92 Meter Körperlänge gerade einmal knapp 73 Kilo. Untergewichtig würde man das nennen. Mit meiner Frau wurde ich damals scheinbar aus Solidarität schwanger und während sie unsere Tochter entband, behielt ich meine Kugel einfach. So summierte sich das Gewicht im Laufe der Jahre bis auf gute 100 Kilogramm, zum Schluss sogar knapp darüber. Also begann ich mit etwas Sport, der aber leider irgendwann wieder an Regelmäßigkeit verlor. Immerhin schaffte ich es wieder zurück in die uHu-Fraktion (unter Hundert Kilo).

Dieses Jahr gebe ich ordentlich Gas!
Das ist nicht nur einer dieser unsäglichen Neujahrsvorsätze, die im Normalfall nicht mal 24 Stunden Bestand haben, sondern eine klare Kampfansage an die Kugel. Dabei soll das Gewicht gar nicht so weit runter. Ich will halt die Wampe loswerden und dafür ein paar Muskeln ansammeln. Und natürlich meine Kondition verbessern. Das klappt auch schon ganz gut und wer mich bei Twitter verfolgt oder bei Facebook mit mir befreundet ist, hat schon meine runtastic-Mitteilungen gesehen. Ich laufe meistens, versuche die für Einsteiger notwendigen Gehpausen immer mehr zu reduzieren und habe derzeit eine Strecke von 5 Kilometern als Ziel vor Augen, die ich irgendwann ohne Geheinheiten durchlaufen möchte. Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht. Entweder ich verbessere die Zeit auf den 5 Kilometern oder ich verlängere die Strecke. Muss ich mal sehen.

Demnächst gibt es dann noch so ein Blogger-Abnehm-Projekt. Daran wollte ich auch teilnehmen, wenn der Rechner mal nicht ständig abkackt und ich auch regelmäßig bloggen kann.
Es bleibt spannend – in vielerlei Hinsicht.