Das Handgepäck – Teil 2

Die Suchphrase „ist ryan air bei den koffern penibel“ in meiner nun doch installierten Statistik (wie neugierig der Mensch ist) erinnert mich daran, dass ich ja noch von meinen Praxiserfahrungen mit meinem neu angeschafften Cabin Max Rucksack fürs Handgepäck berichten wollte cialis ou commander. Et voilà, hier ist die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: ja!

Ich stehe mit meinem Cabin Max Flight Bag in der Schlange am Ryanair Check-in. Die Mitarbeiterin macht nicht den bestgelaunten Eindruck. Höflich, aber bestimmt handelt sie Fluggast nach Fluggast ab. „Die Getränkeflasche muss draußen bleiben!“ oder „Der Koffer ist zu schwer, bitte umpacken.“ ist dort zu hören. Ich bin ganz entspannt, der Rucksack ist nur zur Hälfte befüllt. Zwei Fluggäste vor mir passiert dann genau das, wovor mich alle gewarnt hatten. Eine Frau zieht einen Trolly zum Check-in. Der Koffer gleicht meinem absolut und sieht aus wie alle anderen, die von der Mitarbeiterin bereits durchgewunken wurden. Doch als der Trolly das zulässige Gewicht nicht überschreitend auf der Waage steht, folgt nach einem kurzen Blick ein zielstrebiges „Der ist zu groß!“ Die Besitzerin zwängt ihren Koffer daraufhin wild argumentierend in den dafür vorgesehenen Rahmen. Ich kann kaum einen Verstoß ausmachen, doch ein „Den müssen sie drinnen aufgeben, ich diskutiere hier nicht. Der Nächste bitte!“ belehrt mich eines Besseren.

Bei mir geht es flott, der eingefallene Rucksack bringt dank des geringen Eigengewichts von nicht ganz 700 Gramm gerade einmal 3,8 Kilo auf die Waage am Check-in und ich werde nach der Kontrolle meiner Papiere eiligst durchgewunken.

Zurück schleppe ich allerdings einen prall gefüllten Cabin Max Rucksack mit mir herum. Nach dem Rückflug tun mir meine Schultern weh, was aber vermutlich nicht direkt am Rucksack mit seinen gepolsterten Gurten, sondern an der meist einseitigen Trageweise des rund 9 Kilo schweren Gepäckstücks liegt. An den Kontrollen gibt es keine Problem, da sich kaum jemand für die Größe und das Gewicht zu interessieren scheint. Gut, zurück war es auch nicht Ryanair. Diesen Test mit vollem Rucksack werde ich aber vermutlich noch dieses Jahr nachholen können.

Letztendlich ist der Rucksack gut verarbeitet, scheint mit dem maximal zulässigen Gewicht von 10 Kilo als Handgepäck keinerlei Probleme haben. Die Reißverschlüsse sind breit und stabil, zusätzliche Schließer (keine Ahnung, wie die Kunststoffdinger heißen, verhindern zusätzlich das Öffnen. Ein Praxistest mit vollem Rucksack bei Ryanair wird folgen. Einen Trolly würde ich dahin nach dem Erlebten aber garantiert nicht mitnehmen.

Ich bin dann mal weg

Sollte es hier die kommenden Tage etwas ruhiger sein, liegt es daran, dass ich weg bin und das eh lahmende Notebook bewusst zu Hause lasse. Wie in meinem vorherigen Beitrag zum Thema Handgepäck erwähnt, wurde ich eingeladen. Es geht nach Portugal, wo zwar auch keine 30 Grad auf dem Thermometer stehen, dass Wetter aber definitiv angenehmer ist, als das, was man derzeit hier geboten bekommt. Vermutlich werden 9 Tage viel zu kurz sein, um die Kälte aus den Knochen zu vertreiben.

4-streifen-flugzeugUnd spannend wird halt die Fliegerei. Sonst macht mich so etwas nicht nervös, ich bin schon einige Male geflogen. Aber heute bin ich mit Ryan Air unterwegs. Der vermeintliche Trost einer Freundin: „Nee, wegen mangelndem Sprit sind die nicht mehr in der Presse. Jetzt sind es giftige Dämpfe im Cockpit.“ Dank Flight Simulator 98 bin ich bereit, den Vogel im Ernstfall zu fliegen, sollte die Crew ohnmächtig werden. Die Landungen waren in dem Spiel allerdings nicht so meine Stärke. Na ja, wird schon schiefgehen. Solange man mein neues Gepäckstück ohne Probleme als Handgepäck durchgehen lässt, sollte der Flug von Weeze nach Faro doch wohl eher Routine sein.