Star Trek – Gedanken eines Außenstehenden

Als Kind sah ich die diverse Folgen von Raumschiff Enterprise, bewunderte Captain Kirk, Spock, Scotty und Pille, wollte beamen und mit Phaserpistolen schießen. Und in einen Communicator wollte ich auch immer sprechen. Vielleicht stand ich daher so auf Klapphandys. Trotz der Tatsache, dass ich mit meinem Tipp, aus welcher Ecke des Fernseher die Enterprise im Vorspann angeflogen kommt, meist falsch lag, mochte ich die Serie. Selbst den Gruß von Spock konnte ich (und ich kenne Menschen, die dies partout nicht hin- und eher einen Krampf in der Hand bekommen). Doch über dieses Stadium ging es nie hinaus. Ich wurde kein Trekkie.

Sämtliche Star Trek-Filme sind fast vollständig an mir vorüber gegangen, von Nachfolgeserien, egal ob Zeichentrick oder Realversionen habe ich kaum etwas gesehen. Als Michael Mittermeier in irgendeinem seiner Programme über William Shatner als Kaptain Kirk lästerte, musste ich lachen, ebenso wie über Bullys Parodie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“.

Doch diese Zeiten sind jetzt vorbei. Anne und Martin haben eine missionarische Tätigkeit begonnen: Wir gucken mit Marco alle 11 bisher erschienenen Filme!

Und so begannen wir mit dem zuletzt erschienen Teil. Der Zählung nach also Teil 11, der aber vor allen anderen spielt also eher Teil 0 ist. Er heißt ganz einfach nur „Star Trek“ während alle anderen Filme einen Zusatz im Titel tragen. Für mich war der Film amüsant anzuschauen, denn ich kannte zwar kaum einen Darsteller, aber natürlich die Rollen, die sie verkörperten. Technisch auf der Höhe der Zeit (der Film ist aus dem Jahr 2009) gab es so für mich wenig zu bemängeln.

Dann folgte an einem anderen Abend der krasse Gegensatz: der genau 30 Jahre ältere erste Teil „Star Trek: Der Film“ aus dem Jahr 1979. Als der Film erschien, war ich 6 Jahre alt und an Computeranimation dachte noch niemand. Und so war der Film dann auch. Die mir bekannte Crew bestehend aus William Shatner, Leonard Nimoy und Co. lief in mir unbekannten Klamotten durchs Bild, dass mit relativ simplen Kulissen ausstaffiert war. An Fäden hängende Raumschiffe „flogen“ durchs Bild und ich war wieder an eine Parodie erinnert. Unlogische Größenverhältnisse und minutenlange Sequenzen, in denen definitiv nichts passiert und man heute vermutlich den Kinosaal verlassen würde, sorgten für Erstaunen während und ein Gähnen gegen Ende des Films.

Nun soll es ja die Regel geben, dass alle ungeraden Filme der Star Trek-Reihe schlecht sind und dementsprechend die Filme mit geraden Nummern toll. Und so freue ich mich schon auf „Star Trek II: Der Zorn des Khan„, der ja eigentlich nur besser sein kann, auch wenn nur drei Jahre jünger als sein Vorgänger ist.

Seid ihr Trekkies? Welche Filme / Serien mochtet ihr, welche nicht?

Marco im Kino: Looper

Unglaublich, aber wahr: ich war im Kino. Okay, es war das Kino der Uni in Aachen, in dem man vergleichsweise günstig Filme sehen und sogar seine eigenen Speisen und Getränke mitbringen kann. „Unglaublich, aber wahr“ schrieb ich, weil ich einerseits kein typischer Filmegucker bin und andererseits vor allen Dingen nicht in Kinos. Auch hier ist meine Größe hauptverantwortlich, die mir in der entfernten Vergangenheit immer Probleme in engen Kinos brachte. In der Uni war es halbwegs bequem und es gab einen Film, der eigentlich auch eher nicht meins ist: Looper.

Als ich etwas von einem in der Zukunft spielenden Film, Zeitreisen, etc. hörte, rollte ich schon mit den Augen, aber die Tatsache, dass Bruce Willis mitspielt und der mir von Martin gezeigte Trailer überzeugten mich, dem Film eine Chance zu geben. Die von mir gehasste Zeitspringerei hielt sich tatsächlich in Grenzen, aber streckenweise war mir der Film zu langatmig. Als Bruce dann in alter Stirb-langsam-Manier in kürzester Zeit diverse Magazine leer und diverse Gegner tot schoss, wollte dies so gar nicht ins Gesamtbild des Filmes passen. Vermutlich kann er aber nicht ohne.

Den jungen Bruce Willis spielt übrigens Joseph Gorden-Levitt, den ich noch aus „10 Dinge, die ich an dir hasse“ kenne, in Looper aber kaum wiedererkannt hätte. Angenehm fiel mir zudem noch Emiliy Blunt auf, obwohl ich die Hälfte des Films überlegen musste, woher ich sie kenne. Auch nach dem Film konnte ich dieses Rätsel trotz Wikipedia und Co. nicht lösen. Schlaflose Nächte wird mir dies, wie auch der ganze Film, eher nicht bereiten. Der Streifen ist sicherlich nicht schlecht, zu Willis Glanzstücken gehört er sicherlich nicht. Immerhin konnte ein kleiner Junge sehr überzeugen, war die perfekte Besetzung für die Rolle.

Wie ihr seht verrate ich nicht all zuviel. Vielleicht sieht ihn sich noch einer der Leser an und schreibt mir seine meine über den Film hier in die Kommentare. Ich würde mich freuen.