#marcokocht: Fleischbällchen mal anders

Ja, ich gebe es zu: Ich bin Fan von Gehacktem. Was andere Menschen als gehäckselte Fleischabfälle verteufeln, lässt mich frohlocken. Egal, ob als Bolognese zu Nudeln, als Frikadelle auf einem Brötchen oder in welcher Darreichungsform auch immer: ich mag Gehacktes.

meatballsplus09Und aus dem Internet kennen wir zudem die folgenden Weisheiten:
1. Mit Bacon wird alles besser.
2. Mit Käse (überbacken) wird alles besser.
Wäre es nicht der Hammer, wenn sich dies alles kombinieren ließe?

Das geht. So bekam ich ein englischsprachiges Rezept zugesandt, das mit der Überschrift „Cheese Stuffed Meatballs Wrapped in Bacon and Pastry Dough“ direkt meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Nach der Lektüre des Artikels ergab sich in verfeinerter und erweiterter Form also die folgende deutsche Übersetzung:
Mit Mozzarella gefüllte und Bacon umwickelte Fleischbällchen im Blätterteigmantel auf Tomatensauce.
Hammer!

meatballsplus03Die Vorbereitungsdauer sollte laut Rezept nur gut 10 Minuten betragen, was ich so nicht bestätigen kann. Gut, ich bin noch recht unkoordiniert und langsam in der Küche, aber diese Zeitangabe ist echt zu optimistisch. Es liest sich in der Tat recht einfach: Käse in Fleisch stopfen, mit Bacon umwickeln, anbraten und in Blätterteig packen. Dann in den Ofen schieben. Fertig. Doch selbst mit Hilfe, waren die angegebenen 10 Minuten optimistisch.

Das Hackfleisch wird mit 2 verquirlten Eiern, Milch, Salz, Pfeffer, Petersilie und in meinem Fall Paniermehl versehen und ordentlich vermengt. Apropos Menge: hierzu finden sich diverse Umrechner im Netz, falls man hier – wie ich – nicht nach Gefühl vorgehen kann. Denn Cups mit festen oder flüssigen Inhalten sind für den Laien nicht ganz leicht in der Umrechnung. Auch sind die Mengenangaben nicht so ganz einzuhalten gewesen, so dass sich auch optische Unterschiede zwischen den Bildern im Originalbeitrag und meinem Essen ergeben. Doch weiter im Text.

meatballsplus07Den gewürfelten Mozzarella packt man dann in eine Hand voll Gehacktem und formt eine Kugel daraus. Diese umwickelt man mit mehreren Baconstreifen, bis kein Hackfleisch mehr zu sehen ist. Hierbei darauf achten, dass es nicht zu viele Überlappungen gibt. Diese an sich schon sehr lecker anmutenden Fleischbälle brat man nun kurz in der Pfanne von allen Seiten an, damit der Bacon etwas fester wird. Dann lässt man die Fleischkugeln ein wenig abkühlen und packt sie in die gewalzten Teigrohlinge, die man fertig kaufen kann. Das ganze wandert dann in den Ofen, bis es eine schöne Farbe annimmt (mindestens 30 Minuten).

Das ganze sollte man dann, wie auch auf Cooking divine empfohlen, auf einer Tomatensauce servieren, da das Ergebnis etwas trocken ist. Letztendlich kann man aber auch Ketchup oder BBQ-Saucen nehmen – schmeckt auch gut.

Weitere Bilder findet ihr nachfolgend. So richtig toll sind sie nicht, da ich in der Hektik des Kochens natürlich kaum qualitativ hochwertige Fotos mit dem Handy in der schlecht beleuchteten Küche hinbekomme. Aber irgendetwas muss ich hier ja zeigen. 😉
Viel Spaß beim Nachmachen!

3. Street Food Event Aachen

Eine neue Location? Ob das so eine gute Idee war? Zugegeben: So richtig gut war das Street Food Event Aachen auf dem dafür viel zu großen Bendplatz nicht wirklich aufgehoben. Aber nach dem reichlich kritisierten Erstversuch, gefiel mir die Annahme der Kritik und die daraus resultierenden Veränderungen im Ergebnis ganz gut. Das 2. Street Food Event Aachen war also schon wesentlich vielversprechender, die Orga redlich bemüht.

3-street-food-event-aachen-02Dann die Info: Neuer Standort Tivoli Eisporthalle Aachen. Gut, da finden kleine Flohmärkte statt und in der Vergangenheit auch andere Events. Aber ein Streetfoodfestival? Quasi noch weiter raus aus der Stadt? Skepsis machte sich breit. Diese wurde noch bei der Anfahrt geschürt, als ich den Parkplatz sah, auf dem Autos standen. Ich dachte, man nutzt diese Fläche für die Veranstaltung. Tatsächlich nutzte man sie als Parkplatz und hatte sich parallel zur Straße neben der Eisporthalle aufgebaut.

3-street-food-event-aachen-12Durch den Wegfall des Eintrittsgeldes gab es auch keinen richtigen Eingangsbereich mehr. So stand man vom Parkplatz kommend irgendwann am ersten Verkaufswagen. Kam man aus Richtung der Hubert-Wienen-Straße, sah das Ganze nicht mehr so ganz einladend aus. Immerhin gab es Pavillons mit Sitzgelegenheiten sowie einzelne Strandliegen, die zum verweilen einluden. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und die auch alkoholfreien Getränke kamen erneut von Lennet Bier.

3-street-food-event-aachen-05Es gab einige neue Teilnehmer (oftmals aus Holland) zu bestaunen und auch einige „alte Hasen“ waren wieder mit dabei. Diesmal probierten wir ein Pad Thai, dass mir mit seinen etwas zu weich gekochten Nudeln auch insgesamt etwas zu geschmacksneutral daherkam. Die süß-saure Sosse sorgte dann immerhin für ein bisschen mehr Geschmack. Schlimmer war, dass es Erdnüsse enthielt, auf die auf der Speisentafel nicht hingewiesen wurde. Für einen Allergiker der Supergau. Im Bekanntenkreis hieß es dann, man wüsste doch, dass in Pad Thai Erdnüsse seien. Nein, ich wusste es nicht und auch wenn ich keine Allergieprobleme habe, bin ich der Meinung, dass hier eine Auskunft hätte erfolgen müssen.

3-street-food-event-aachen-16Zum Abschluss, also im wahrsten des Wortes „to go“, gab es dann noch sehr leckere Falafel Wraps von Antiochia Food aus Köln, die zumindest mich kulinarisch wieder versöhnlich stimmten. Leider fehlte am „Ausgang“ noch ein Mülleimer, aber das ist sicherlich nur eine organisatorische Kleinigkeit. Das (für mich) fehlende Flair (es gab wieder weniger Musik, dafür aber den Ausblick auf Poco und Co. an einer vielbefahrenen mehrspurigen Straße) machte es mir diesmal schwer, mich wirklich wohl zu fühlen. Und so bin ich gespannt, wo die Street Food Event-Reise hingeht. Bis zum nächsten Mal!

Weitere Bilder vom 3. Street Food Event Aachen findet ihr in der nachfolgenden Galerie:

#marcokocht: Jambalaya

Wer meinen Beitrag zur Gemüsepfanne gelesen hat, wird sich erinnern, dass das Thema kochen für mich lange Neuland war. Das ist heute etwas besser und auch, wenn ich noch immer Rezepte brauche und ohne diese aufgeschmissen bin, haben sich ein paar weitere Gerichte ein mein Standardrepertoire geschlichen. Insgesamt habe ich zwar noch immer ein Timingproblem, stehe aber nicht mehr panisch wie angewurzelt neben dem Herd, sondern bin je nach Gericht und Gemütslage etwas entspannter geworden. Ich habe sogar so viel Spaß am Kochen entwickelt, dass ich mich von Zeit zu Zeit gerne einmal an neuen Gerichten versuche.

jambalaya1So rief ich in der letzten Woche via Twitter dazu auf, mir Lieblingsgerichte und die passenden Rezepte mitzuteilen. Davon wollte ich dann eines rauspicken, um es am Sonntag nachzukochen und darüber zu berichten. Leider war die Resonanz eher verhalten, aber die Vorschläge dafür wirklich gut. Ich entschied mich für etwas mit exotischem Namen: Jambalaya.

jambalaya2Nein, das ist kein neuer Klingeltonanbieter, sondern ein Paella-ähnliches Reisgericht, das allerlei Zutaten beinhaltet. Der Vorschlag dazu kam von Karin (Aachen geht essen) und sie verlinkte dass Rezept von Maja „Jambalaya mit Wurst, Huhn und Garnelen„, dass ich fast genauso versuchte umzusetzen. Also druckte ich mir den Blogbeitrag aus und übertrug die Zutaten in meine Einkaufslistenapp. Und schon begann das, was mich immer an den Rand der Verzweiflung treibt: das Einkaufen der Zutaten.

jambalaya3Im ersten Geschäft gab es dies nicht, im zweiten Laden das nicht und im dritten Supermarkt jenes nicht. Selleriestangen gab es nirgendwo, aber die waren ja zum Glück auch nur optional. Bei der Wurst musste ich auf klassische Bratwurst zurückgreifen, da es die Chorizo-Variante aus dem Rezept auch nirgendwo gab und die grobe Bratwurst als Alternative vorgeschlagen wurde. Auf der Suche nach dem geforderten Lorbeerblatt blieb mir nur der Kauf einer ganzen Tüte Lorbeerblätter übrig und ich hoffe, dass ich diese in meinem restlichen Leben noch verwerten kann.

jambalaya4Der Sonntag verlief dann wie auf Majas Seite beschrieben: viel Schnibbelei im Vorfeld (bei der Zwiebel liefen diesmal auch keine Tränen) und dann die Reihenfolge beim Anbraten und folgendem „IndenTopfschmeissen“ beachten und es läuft fast wie von selbst. Auch wenn ich anfangs ob der vielen Flüssigkeit etwas verwirrt und ob der kurzen Garzeit der Garnelen etwas skeptisch war, war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Zwar sah es nicht so schön aus, wie auf Majas Bildern, aber es schmeckte ganz vorzüglich. Der nächste Versuch wird allerdings mit den würzigeren Chorizos stattfinden, die ich mittlerweile auch in einem Rewe-Markt entdeckt habe.

Sehr empfehlenswert!

Das Labyrinth am Dreiländereck Deutschland – Belgien – Niederlande

Obwohl in Aachen geboren und aufgewachsen, hatte ich es trotz der Lage am Dreiländereck Deutschland, Belgien und Holland nie zum so genannten Dreiländerpunkt geschafft. Dort oben gibt es Aussichtstürme, diverse Gastronomiebetriebe und ein Labyrinth. An einem warmen Sommertag im Jahr 2014 wählten wir dieses Freizeitangebot als Ausflugsziel.

dreilaendereck-b-d-nl-15Während mein Vater nebst Lebensgefährtin sich auf die Suche nach Kaffee machten, suchten wir als das Ziel des Labyrinths. Doch zuvor zahlte ich 4 Euro für meine Tochter (Kind bis 12 Jahre), ihr Bruder kostete mit 5 Euro das Gleiche wie meine Wenigkeit. Macht 14 Euro. Das scheint erst einmal teuer, aber die Hecken wollen ja auch gepflegt werden. Und auch die Unterhaltung der Wasserspiele wird entsprechende Kosten verursachen.

Apropos Wasserspiele: diese stellenweise eingesetzten Hindernisse sind anfänglich noch witzig, irgendwann, vor allem wegen der langen Wartezeiten, wenn man nicht nass werden möchte, einfach nur noch nervig. Eigentlich wie das gesamte Labyrinth, dessen Aufbau irgendwie merkwürdig ist. Vielleicht mangelt es mir hier an Vergleichsmöglichkeiten, aber so richtig gut fand ich es nicht. Es war schwer, trotz der Tatsache, dass ich meines Erachtens durchaus einen guten Orientierungssinn habe, aber umgehauen hat es mich nicht. Die Kids waren irgendwann genervt, der Große kletterte an den Wasserhindernissen vorbei oder stellte einen Fuß auf die im Boden befindliche Düse.

dreilaendereck-b-d-nl-14Irgendwann nach gut 45 Minuten war der Ausgang endlich erreicht und alle irgendwie erleichtert. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Dreiländereck und vor allen Dingen mit dem Labyrinth? Hattet ihr Spaß?

Nachfolgend noch ein paar Bilder:

DHL Packstation – bisherige Erfahrungen

Das Problem ist altbekannt: man bestellt etwas, das für den heimischen Briefkasten zu groß ist. Wenn der DHL-Mann dann kommt, ist man nicht daheim und findet in besagtem Briefkasten einen Abholschein. Resultat: man darf sich am nächsten Werktag in der Postfiliale einfinden – wie gefühlt einhundert andere mit Benachrichtigungskarte und Ausweis bewaffnete Menschen. Da mir auch die Alternative der Zustellung ins Büro nicht immer so die beste Wahl zu sein schien, folgte ich dem Rat einiger Freunde: ich beantragte einen Zugang zur DHL Packstation.

DHL PackstationDabei blieb es denn auch erst einmal, denn nach der Beantragung passierte zunächst nichts. Die empfehlende Freunde befragt, war der Tenor einhellig, dass man Geduld aufbringen und / oder selbst aktiv werden müsse. Nachdem Nachfragen per E-Mail nicht zum gewünschten Erfolg führten, ging es via Twitter an die Öffentlichkeit. Und komischerweise ging es danach relativ schnell.

Nun hatte ich eine goldene Karte für die Abholung an Packstationen und änderte fleißig meine bevorzugte Lieferadresse bei eBay, Amazon und Co. – mit mehr oder minder mäßigem Erfolg. Kam das erste Paket noch wie erwartet in der Packstation in meiner Nähe an (ich freute mich bei der ersten Abholung wie ein Kleinkind über neues Spielzeug), machte sich schnell Ernüchterung breit.

Ein Paket landete in einer ganz anderen Packstation. Für Spannung sorgte, dass ich nicht bewusst etwas bestellt hatte und somit eigentlich gar kein Paket erwartete. Die Auflösung: es war der Router, den mir o2 zusandte. Ich hatte ganz vergessen, auch dort die Packstationsadresse für den Versand hinterlegt zu haben. Weitere Pakete konnten (wegen Überfüllung?) nicht an die Packstation geliefert werden und landeten in der eingangs erwähnten Postfiliale, sprich der Hauptpost mit entsprechendem Besuchsaufkommen.

Von gefühlt 10 Paketen ging rund die Hälfte in die Postfiliale, eins an eine andere Packstation. bleiben vier korrekt zugestellte und von mir auch außerhalb von Öffnungszeiten abgeholte Pakete. Eher nicht so gut. Hinzu kommt der Nachteil, dass nicht jeder Versender an Packstationen verschickt und auch nicht jede Warenart abhängig von der Versandart dorthin zugestellt werden kann.

Insgesamt eher ernüchternd. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Pech oder bestelle nicht genug, um den Schnitt zu verbessern. Letztendlich ist das Ganze aber kostenfrei und somit werde ich es auch weiterhin als alternative Adresse bei Bestellungen nutzen. Gut funktioniert bei mir übrigens die App, um die Pakete nachzuverfolgen.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Packstation?

Jubiläum: 5 Jahre Nichtraucher

Vor zwei Jahren wies ich im Beitrag „Jubiläum: 3 Jahre Nichtraucher“ auf die Tatsache hin, schon geraume Zeit die Finger von Zigaretten zu lassen – inklusive der ganzen Geschichte, wie es dazu kam. Diese möchte ich hier nun gar nicht wiederholen, sondern nur einen weiteren Meilenstein setzen, denn mittlerweile sind es fünf Jahre ohne Glimmstengel. Eigentlich gar nicht mehr erwähnenswert, denn das Nichtrauchen ist ein ganz normaler Teil von mir, über den ich nicht nachdenke. Aber da ich den alten Blogbeitrag und das Datum sah, fand ich es doch ganz nett, mal wieder daran erinnert zu werden. Leider hatte ich am 19.02.2015 keine Zeit zum Bloggen.

Für dieses Blog ist es ein schöner Anlass für die Wiederbelebung nach einer langen Pause. Es gibt noch so einige Themen, die ich gerne „zu Papier“ bringen möchte. Mal sehen, was die knappe Zeit so zulässt.

Pause

Wie der ein oder andere Leser schon bemerkt haben wird, ist es ruhig geworden hier im Blog. Obwohl ich noch so viele Themengebiete „zu beackern“ hätte, so viele Beitragsideen durch meinen Kopf schwirren und so viele Bilder unbearbeitet auf meiner Festplatte schlummern und auf ihren Einsatz warten, komme ich zeitlich nicht dazu. Die Arbeit hat mich im Griff und sorgt dafür, dass ich abends lieber auf der Couch relaxe, anstatt mich an den Rechner zu setzen, auf den ich ohnehin schon den halben Tag starre.

Doch nicht nur dieses Blog leidet darunter. Auch die Social-Media-Kanäle. Gut, Google+ ist in meinem Fall durchaus zu vernachlässigen, da ich es kaum nutze. Instagram verträgt sich nicht mit meinem Prepaidanbieter, Foursquare … braucht kein Mensch. Xing ist auch eher etwas, wo man seinen Account besser wieder löscht und somit bleiben „die großen Zwei“, die ich schon lang genug nutze.

Facebook tritt in letzter Zeit allerdings immer mehr in den Hintergrund. Die einen „Freunde“ nutzen es als Werbeplattform für ihre Internetaktivitäten (ich auch), die anderen spielen Spiele (und stellen manchmal entsprechende Anfragen). Wieder andere sind nur angemeldet, nutzen es aber gar nicht. Ich habe reduziert. Nicht nur meine Aktivität, sondern auch die Freunde. „Karteileichen“ und ähnliche wurden entfernt.

Twitter ist so eine Sache. So richtig gemocht habe ich es nie. Aber ich habe tolle Menschen darüber kennengelernt – auch im realen Leben. Doch derzeit habe ich es einfach satt. Die Hälfte der Tweets besteht aus „Guten Morgen“, „Ich esse …“ und „Gute Nacht“. Dazwischen wird die Luft echt dünn. Also habe ich auch hier aussortiert, entfolgte diverse Twitterer und es wurde etwas ruhiger. Allerdings nicht besser.

Ich bin derzeit etwas internetmüde. Anstatt aber wie früher alle Accounts und Internetseiten dem Erdboden gleich zu machen, lege ich einfach mal eine Pause ein. Vielleicht ändert sich das Ganze in Zukunft wieder, vielleicht kehrt die Mitteilungsbedürftigkeit zurück. Bis dahin gehabt euch wohl!

PAUSE …

Schnitzeltestessen IV/2013 im King’s College in Aachen

Auch wenn ich zuvor erst an einem Schnitzeltestessen (Twitter Hashtag: #SteAC) teilgenommen hatte, lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass die vierte Auflage das kürzeste Testessen aller Zeiten war. Auch habe ich es bis dato noch nie gesehen, dass sämtliche Teilnehmer auf den Cent abgezähltes Geld auf den Tisch legen. Warum dies so war, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

steac-2013-04-kings-college-02Das vierte Schnitzeltestessen sollte im King’s College stattfinden, einer altehrwürdigen Gaststätte im Herzen Aachens. Das die Wahl auf dieses Etablissement fiel, lag wohl nicht zuletzt an der mit Schnitzelvariationen gefüllten Speisekarte. Und so wurde sich wie immer per Onlineumfrage auf einen Termin geeinigt und reserviert. Nach Erzählungen der Initiatorin @missmarple76 war bereits dieses telefonische Unterfangen ein merkwürdiges (scheinbar reserviert man im King’s College eher nicht), aber man war weiterhin guter Dinge. So trafen sie und ich pünktlich vor Ort ein und entdeckten weitere Teilnehmer, die bereits Platz genommen hatten. Um uns dazugesellen zu können, fingen wir mit dem Zusammenschieben von Tischen an, was uns vom Kellner erste als verwirrt bis böse einzuschätzende Blicke einbrachte. Immerhin eilte er bei jedem eintreffenden Gast schnell herbei, um die Getränkebestellung aufnehmen zu können. Hätte ich allerdings gewusst, dass dies für den restlichen Besuch dieses Gastronomiebetriebes mein einziges Getränk bleiben würde, hätte ich direkt etwas Voluminöseres bestellt. Mein Wasser war schnell leer, aber eine Nachfrage seitens des arbeitsunwillig wirkenden Kellners blieb aus. Auch als ich die leere Flasche kopfüber im ebenfalls leeren Glas deponierte, fiel im der Missstand nicht auf.

steac-2013-04-kings-college-01Dann wurde es richtig „spaßig“. Vom anderen Ende der langen „Do-it-yourself-Tafel“ vernahmen wir eine Pizzabestellung, die folgendes Kuriosum zutage förderte: Der Kellner konterte relativ dreist mit der Aussage, dass für die entsprechende Reservierungszahl bereits entsprechend viele Schnitzel vorbereitet wären und man nur noch in der Art variieren könne. Jegliche Abweichung sei nicht möglich. Interessant, da bei der Reservierung zwar auf einen eventuellen Schnitzelverzehr hingewiesen, dieser aber nicht fest „gebucht“ wurde. Noch interessanter war zudem die Tatsache, dass man sich seitens des King’s College auch schon für ein Spendertier entschieden hatte. So hatte man laut Karte zwar die Wahl zwischen Schwein und Pute, aber in unserem Fall stand die Pute nicht zur Disposition. Apropos Spendertier: da waren reichlich Tiere beteiligt, denn es gab irgendein gepresstes Formfleisch in nicht nennenswerter Größe mit entsprechend geringem Sättigungsgrad. Da halfen auch die peinlichst genau abgezählten (fünf) Kroketten nichts. Selbst die literweise (vermutlich aus dem Eimer kommende) Soße sorgte nicht für ein Völlegefühl, trotz der „Sossenoppulenz“ (ich musste dieses Wort bringen). Ungenießbare Pilze der Nachbarine verdarben aber eh jegliche weitere Essenslust.

steac-2013-04-kings-college-03Die Tatsache, dass wir unserem Unmut offensichtlich Luft machten, tangierte den Herrn mit dem Notizblock wenig. Auch nicht, dass er Teile der Bestellung vergaß und so selbst zeitgleich eingetroffene Teilnehmer zu unterschiedlichen Zeiten ihr Normschnitzel bekamen. Als wir den Laden dann recht zügig wieder verließen, um im benachbarten Rethel Pub einzukehren verweilten wir noch ein wenig vor der Tür. Und dort traf auch sodann die angenervte Crew des King’s College ein, um nach der anstrengenden Arbeit erst einmal eine zu rauchen. Ich will nicht wissen, wie sehr sie am Stock gehen, wenn der Laden mal voll ist und alle unterschiedlichste Speisen bestellen.

steac-2013-04-kings-college-04So konnte ich aber nebenan das erste Guinness meines Lebens probieren. Immerhin etwas.

Postkarten – der unberechenbare Urlaubsgruß

Schon vor meinem Abflug nach Portugal stand fest, dass ich ganz traditionell Postkarten versenden würde. Gerade für sogenannte Onliner, die sich den ganzen Tag bei Twitter, Facebook, Whatsapp und Co. tummeln, wäre dieser Weg der Kommunikation vollkommen überflüssig, was es aber wieder auch irgendwie total interessant macht. Back to the roots, wie es so schön heißt. Und so sandte ich nicht nur virtuelle Grüße durchs Internet, sondern kaufte auch Postkarten.

Es gab 4 Empfänger, alle in Deutschland, aber an unterschiedlichsten Orten der Republik. Nachdem ich individuelle Worte für jeden Adressaten gefunden hatte, kaufte ich für Briefmarken, beklebte die im Format identischen Postkarten und warf diese zeitgleich im vor Ort vorhandenen Briefkasten ein.

Wenn ich es richtig verfolgt habe, war die Karte bei den Kindern die erste, auch wenn die Rückmeldung dazu sehr spät kam. Ich hatte die Karten recht zeitig nach meiner Ankunft in Portugal versandt und diese erste Postkarte kam rund um meine Rückkehr in Simmerath an. Auch relativ flott war die Karte, die nach Stralsund, also in eine ganz andere Ecke Deutschlands ging. Macht zwei von vier. Und dann wurde es ruhig und es vergingen Tage. Ich hakte nach doch immer wieder hieß es „Nein, es ist nichts angekommen.“

Nach rund zwei bis drei Wochen (!) – ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben – kam die dritte Postkarte an. Die Post in Düsseldorf scheint sich Zeit zu lassen bei der Zustellung. Das machte drei von vier und es keimte wieder Hoffnung auf, dass doch noch alle Postkarten zugestellt werden. Ihr könnt es euch sicherlich schon denken: die vierte Postkarte tauchte nie mehr auf. Ein Dorf in Rheinland-Pfalz blieb somit unbeliefert.

Wie kann so etwas sein? Die Voraussetzungen waren identisch, letztendlich scheint es an der Verteilung in Deutschland gescheitert zu sein. Liegt es also gar nicht dem Klischee nach an den ausländischen Postdiensten? Bekommt die Deutsche Post es einfach nicht hin? Fragen über Fragen, die man eigentlich mal an die Post weiterleiten sollte. Aber vermutlich kämen sie niemals an.

Portugal – mein Reisebericht

Wie schon in meinem ersten Beitrag zum Handgepäck geschrieben, bin ich in meinem Leben, aber vor allen Dingen in den letzten Jahren nicht viel verreist. Der klassische Jahresurlaub ist mir fremd. Als Kind / Jugendlicher war ich wohl schon in so einigen europäischen Ländern, als Volljähriger war ich mal auf einem Kurztrip in Brasilien und das war es auch schon fast. Vor gut 10 Jahren war ich dann mit meiner damals kleinen Familie für 10 Tage in Spanien an einer Festlandküste und letztes Jahr dann 4 Tage auf einem Campingplatz in der Eifel. Die Fahrt von Nizza nach Lausanne zähle ich mal nicht als Urlaub, das war ein anstrengender Tagestrip.

portugal-01-2013-012Umso mehr hat es mich gefreut, als sich dieses Jahr die Möglichkeit bot, ein paar Tage in Portugal zu verweilen. Die Erwartungen an das Wetter waren nicht allzu hoch, schließlich ist im Januar auch in Portugal Winter. Gut, nicht der Winter, wie wir ihn hier kennen, aber auch nicht zu unterschätzen. Ich hatte wohl Glück, denn einen Tag vor meiner Ankunft wehte an der Küste ein heftiger Sturm, der Fahnen abriss, Bäume umknickte und landende Flugzeuge ganz schön durchgeschüttelt hätte. Meine Landung verlief dagegen sehr ruhig, auch wenn ich immer wieder erstaunt bin, wenn man erst einmal nur Wasser sieht, während der Flieger drastisch an Höhe verliert. Der Ryanair-Flug an sich war eh sehr interessant und lädt gerade dazu ein, ihn in einem separaten Beitrag zu erzählen.

Nach der Landung wurde ich abgeholt und es ging erst einmal an einen Strand. Nach etlichen Jahren stand ich mal wieder an einem Strand und schaute auf das Meer. Leider war es recht kalt und windig und so zog ich meinen Reißverschluss zu und wir gingen ein Stück den Strand auf und ab. Der Vorteil dieser Jahreszeit: die Gegend ist fast menschenleer. Das Wetter trug zudem dazu bei, dass wir bis auf wenige Einheimische und Touristen fast alleine waren. Danach ging es nach Sesmarias bei Albufeira in die Ferienanlage, die für die nächsten Tage mein Domizil darstellte. Auch hier war wenig los, fast ausschließlich deutschsprachige Rentner waren zum Überwintern eingekehrt.

portugal-01-2013-021Natürlich wurde die Küste der Algarve in den kommenden Tagen ausgiebig erkundet. Es ging schmale Pfade an den Klippen entlang und es gab viel zu sehen. Die Landschaft ist nicht nur beeindruckend, sondern verändert sich mit den Jahren auch. Das ist für mich alles gar nicht so recht in Worte zu fassen, weshalb ich auch über 800 Bilder gemacht habe. Ein Grund, warum der Beitrag erst so spät online geht, war das Aussortieren, denn so richtig trennen konnte ich mich von keinem Bild und bei 102 Stück Rest habe ich auch die Reißleine gezogen. Noch mehr wollte ich nicht aussortieren.

Neben Spaziergängen an den Klippen ging es auch nach Albufeira, dass mich mehrfach überraschte. Nicht nur die bunten Häuser im Hafen waren außergewöhnlich, auch der Aufzug zum Strand ließ mich staunen. Ebenso wie die an anderer Stelle wieder vom Strand wegführende Rolltreppe. Tja, man muss es den Touristen wohl so angenehm wie möglich machen. Wenn diese allerdings ausbleiben, ist auch der Leerstand zum Verkauf stehender Hotelklötze zu beobachten. Oder gar solche, die sich noch im Rohbau befinden, weil entweder die Genehmigung oder das Geld fehlte, um weiterzumachen. Nun fehlt es zum Abriss und so stehen sie jahrelang ungenutzt in der Landschaft und verschandeln diese.

portugal-01-2013-029Dennoch ist es ein, wenn ich das nach diesem einen Besuch überhaupt einschätzen kann, schönes Land, das wohl auch mehreren Leuten in meinem Bekanntenkreis zusagt. Sogar von Auswanderung nach Portugal wurde gesprochen, die Sprache aber als eines der Probleme genannt. Sie ist dem Spanischen wohl ähnlich, aber wird wesentlich „nuscheliger“ gesprochen, was das Ganze nicht einfacher macht. Der Vergleich Deutsch zu Niederländisch wurde mal gezogen. Gut, für mich kommt eine Auswanderung eh nicht in Frage, aber ein weiterer Besuch des Landes ist sicherlich nicht ausgeschlossen.

Frei nach dem Spruch „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.“ hier die Galerie mit den 102 Bildern aus Portugal: